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Der Distelhummelhof setzt sich für verschiedene Themen ein und vertritt grundsätzliche ökologische, soziale und ethische Standpunkte.

Bei Vorträgen, Seminaren und Gesprächen mit Freunden oder Besuchern ist uns im letzten Jahr klar geworden einige dieser Aspekte genauer erläutern zu müssen.

Daher werden wir hier die Bereiche, mit denen wir uns sehr intensiv beschäftigen, aufgreifen und versuchen die ökologischen, sozialen und ethischen Beziehungen darzustellen und mit aktuellen Diskussionen, Nachrichten oder wissenschaftlichen Aussagen in Verbindung zu setzen.

Wir freuen uns über konstruktive Kritik, Ideen und Unterstützung für unsere Arbeit, sowie Hinweise für zusätzliche oder neue Informationen.

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Jetzt sind wir seit über vier Jahren hier in Leibertingen. Wir haben viele tolle Freunde gefunden, eine Menge Menschen kennen gelernt, die uns helfen und unterstützen. Dazu durften wir bei vielen anderen Projektenund Gruppen, die sich für eine lebenswerte, soziale und ökologische Welt einsetzen, dabei sein und einiges Neues lernen.

Es ist beeindruckend, dass in einem Umkreis von nur 25 km soviele sehr engagierte, kreative und aktive Menschen, Gruppen und Organisationen arbeiten und sich nicht nur Gedanken über einen alternativen Lebensstil machen, sondern den Weg auch gehen und dies auf vielfältige Weise auch erlebbar vorstellen.

Neben vielen kleinen und großen Erlebnissen dieses Jahr, die zum Teil auch traurig und tragisch waren, haben wir ganz besondere neue Menschen und Ideen erleben können.

Der wichtigste neue Teil unseres Lebens ist eine von einem Freund dieses Jahr gegründete Gartengruppe, die auch immer noch am wachsen ist.

Der Kernpunkt kristallisierte sich schnell heraus - möglichst vielfältige und hochwertige Lebensmittel selbst erzeugen.

Selbst Nahrungsmittel anzubauen, zu verarbeiten und möglichst auch zu konservieren, kann schnell zu einem ersten Einstieg in eine generelle Rebellion gegen Handel, Lebensmittelindustrie und industrielle Landwirtschaft werden.

Nahrungsmittelsouveränität ist heute ein wichtiger Gesichtspunkt geworden, also selber zu entscheiden welche Lebensmittel man nutzt, in welcher Qualität, mit welchem Geschmack und wie sie erzeugt wurden.

Einheitssorten egal ob konventionell oder biologisch erzeugt sind der Standard. Einheitsgeschmack, Einheitsgröße und -aussehen sind aufgrund der Vorgaben der großen Handelsketten Pflicht für die Erzeuger. Der Kunde kann nur noch zwischen Bio oder konventionell entscheiden, der Rest ist häufig gleich.

Der Garten stellt auch für viele Menschen ein Einstiegsthema dar, um sich mit ökologischen Fakten zu beschäftigen und daraus auch neue Ansatzpunkte für eine Änderung in weiteren Bereichen des eigenen Lebensstils zu entwicklen.

Unsere Seminare bei der Volkshochschule in Inzigkofen oder die Themenauswahl beim SWR zeigen, wie wichtig Vielen ein Anstoß oder eine einfache Zusammenfassung für die ökologischen Netzwerke ist, und so genauer wahrzunehmen wir wir Natur beeinflussen und was das für die Zukunft bedeutet.

Durch die Gartenthemen kann man aus dem direkten selber Erleben ableiten, ob weitere Themenbereiche wichtig wären, die man aufarbeiten sollte um Natur besser zu schützen oder sein eigenes Verhalten enkeltauglicher zu gestalten.

 

 

Author Carsten Weber
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